Rezension zu „Selection – Die Elite“ von Kiera Cass

So ihr Lieben,

über die Feiertage habe ich mich mit dem zweiten Band der Selection-Reihe beschäftigt und hier ist die Rezension für euch.

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„Manchmal habe ich das Gefühl, wir sind wie ein Knoten, der zu verschlungen ist, um ihn wieder aufzubekommen.“ (S. 252 aus ‚Selection – Die Elite‘ von Kiera Cass).

Von den 35 Mädchen, die um die Gunst des Prinzen Maxon und die Krone von Illeá kämpfen, sind mittlerweile nur noch sechs Mädchen übrig. America ist eine von ihnen und nach wie vor hin- und hergerissen: Gehört ihr Herz immer noch Aspen, ihrer ersten großen Liebe oder sind ihre Gefühle für den charmanten Prinzen stärker? America muss die schwerste Entscheidung ihres Lebens treffen. Doch dann kommt es zu einem schrecklichen Vorfall, der alles ändert.

Wenn ich nach dem ersten Band der Reihe „Selection“ von Kiera Cass noch völlig verzaubert war von der Welt, die sie erschaffen hat, so bin ich nach dem zweiten Band etwas unschlüssig. Mitten im Buch hatte ich eine Phase, in der es mir etwas eintönig erschien sich lediglich darauf zu konzentrieren, dass America sich zwischen Aspen und Prinz Maxon nicht entscheiden kann. Doch Kiera Cass hat genau im richtigen Moment den Schalter umgelegt und gewisse Geschehnisse eingebracht, auf die ich hier nicht näher eingehen mag (die Gefahr etwas vorwegzunehmen ist zu groß). Jedenfalls handelt es sich mittlerweile längst nicht mehr nur um eine kitschige Lovestory. Im einen Augenblick verurteilte ich den Prinzen genau wie America, weil ich ihn nach einigen Szenen und dem Verhalten ihr gegenüber in einem anderen Licht sah. Allerdings erfährt man auch viel mehr über sein Leben, seine Ansichten und es wird deutlich, dass im wahrsten Sinne des Wortes nicht alles Gold ist was glänzt. Auch wenn Maxon alles hat, was man sich wünschen oder mit viel Geld kaufen kann, so macht ihn das auch nicht wirklich glücklicher. Und es befreit ihn auch nicht von seinen Pflichten als Nachfolger der Krone. Oder der strengen Erziehung seines Vaters. Erst in diesem Band erfährt man über genau diesen etwas mehr. Der König taucht zwar auch schon vorher immer auf, allerdings nie mit solch einer Intensität. Seine Position wurde vorher nicht so glasklar dargestellt. Zum ersten Mal wird das wahre Gesicht des Königs, der zuvor immer überlegt und diplomatisch erschien, offenbart. Und es drängt sich immer mehr die Frage auf, ob America allem Stand halten kann und es in die nächste Runde schaffen wird…

Zwischenzeitlich fiel es mir wie bereits erwähnt nicht ganz leicht weiterzulesen. Die letzten 100 Seiten haben das allerdings wieder vollkommen gedreht. Am Ende habe ich wirklich das Gefühl, etwas aus der Geschichte mitgenommen zu haben. Nicht nur, dass Geld nicht glücklicher macht und viel Geld auch nicht viel glücklicher. Sondern und vor allem, dass man viel aushalten muss um glücklich zu werden. Es braucht viel Geduld und Vertrauen in die Menschen die man liebt. Und man hält viel mehr aus, als man sich selbst zutraut. Zu guter Letzt schleicht sich eine weitere Erkenntnis ein. Für einen kurzen Moment musste ich an die neue TV Serie „The Royals“ denken. Wer die Serie kennt, weiß was ich sagen will. Jede Familie hütet ein Geheimnis – und steht sie auch noch so sehr in der Öffentlichkeit. Vielleicht gerade dann. Ich bin gespannt, wie es im dritten Band weiter geht. Ich mag die Charaktere ungern schon gehen lassen. 🙂