Blogtour Aprikosenküsse – Rezepte

Der Frühling ist, obwohl es noch an Sonne und Wärme fehlt und Ostern steht vor der Tür.

Heute am letzten Tag der Blogtour möchten wir teilnehmenden Blogger und die Autorin Claudia Winter uns mit unseren Rezepten verabschieden.

Ragú Tre Camini von Claudia Winter

Zutaten für 4 Personen:

500 g. gefrorenes Rinderhackfleisch,
1 große Zwiebel,
1 Möhre,
1/8 Liter Rinderbrühe,
1 Tube Tomatenmark,
1 Dose stückige Tomaten,
1-2 TL Zucker,
Salz, Pfeffer und
frische, italienische Kräuter.

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen und so fein wie möglich schneiden. Die Möhre schälen und in kleine Würfel schneiden. In einem großen Topf etwas Olivenöl erhitzen und darin die Zwiebel glasig dünsten, Knoblauch und Möhren hinzugeben, weitere 2 Minuten andünsten. Das Gemüse mit der Rinderbrühe ablöschen. Tomatenmark, Dosentomaten und Zucker hinzugeben, auf kleiner Flamme köcheln lassen. Das tiefgefrorene Hackfleisch hinzugeben und unter Rühren garen. Weiterrühren, bis sich das Fleisch vollkommen mit der Tomatensoße verbunden hat. Die Kräuter hinzugeben, salzen, pfeffern und rund eine Stunde bei kleinster Stufe simmern lassen. Nochmals abschmecken und mit beliebiger Pasta servieren.

Anmerkung von Rosa-Maria: Die Methode, tiefgekühltes Hack in die Soße zu geben, bewahrt das Fleisch vor dem Austrocknen durch scharfes Anbraten. Das Ragú bleibt weich und verbindet sich optimal mit allen Zutaten. Ein neapolitanischer Geheimtipp, dessen Quelle die unbestechliche Rosa-Maria bis heute nicht preisgibt.

 

Aprikosen-Streuseltaler von Bettina

Für das Backblech: etwas Fett und Backpapier;
Für die Streusel: 125g Weizenmehl, 60g Zucker, 1 Päckchen Vanille-Zucker, 80g weiche Butter oder Magarine; Hefeteig: 375g Weizenmehl, 1 Päckchen Hefeteig-Garant, 50g Zucker, 1 Päckchen Vanille-Zucker, 1 Päckchen geriebene Zitronenschale, 1 Ei, 150ml Milch, 50g weiche Butter oder Magarine;
Belag: 12 Aprikosen, 250ml Milch, 1 Päckchen Backfeste Pudding Creme, 1 Päckchen Geriebene Zitronenschale.

Zubereitung:
1. Backblech einfetten und Aprikosen waschen, halbieren und entsteinen. Backofen vorheizen.
2. Streusel: Alle Zutaten miteinander verrühren und Streusel in gewünschter Größe verarbeiten.
3. Hefeteig: Mehl mit Hefeteig-Garant vermischen. Übrige Zutaten hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren. Teig leicht bemehlen zu einer Rolle von 24cm formen und in 24 etwa 1cm breite Scheiben schneiden. Jede Scheibe auf dem Backblech etwas flach drücken.
4. Belag:Pudding inkl. Zitronenschade zubereiten und dann auf den Talern verteilen und jeweils mit einer Aprikosenhälfte belegen.
5. Backzeit: Ober-Unterhitze 200Grad ca. 12 Minuten.

 

Aprikosen-Joghurt-Eis von Tamara

Was braucht ihr?

300g Aprikosen (Stücke)

300g Joghurt

50g Zucker

ca. einen halben Teelöffel Zimt

ca. 2 Teelöffel Zitronensaft

ca. ein halber Teelöffel geriebene Zitronenschale

Was müsst ihr tun?

Die Aprikosenstückchen müsst ihr zunächst mit dem Zimt, dem Zitronensaft, dem Zucker und der Zitronenschale möglichst fein pürieren. Danach müsst ihr den Joghurt mit einem Handmixer schön cremig rühren. Anschließend gebt ihr das Aprikosenpüree dazu und rührt alles, bis es schaumig ist. Danach gebt ihr alles in die Eismaschine um es zu Eis zu rühren. Solltet ihr keine Eismaschine haben, ist das aber auch kein Problem, gebt die Masse einfach in eine möglichst flache Schüssel, die ihr dann drei Stunden tiefkühlt. Wichtig hier bei ist, dass ihr ungefähr alle 15-20 Minuten gut umrührt.

 

Aprikosenlikör von Sandra

500 g reife Aprikosen, 200 g Kandiszucker weiß, 500 ml Grappa: Aprikosen waschen, halbieren, entkernen und in Stücke schneiden. In eine Flasche füllen, den zerstossenen Kandiszucker dazugeben und mit dem Grappa auffüllen. Kühl und dunkel 6 Wochen ziehen lassen. Abseihen und in Flaschen füllen. Fertig.

(Quelle: http://www.kochbar.de)

 

Kokos-Aprikosen Konfekt von mir 🙂
nach Paleo, der sogenannten Steinzeit-Küche

Kokos-Aprikosen Konfekt:

Was du brauchst (ca. 10 Stück):

*30 g Kokosöl
*60 g Kokosraspeln
*100 g getrocknete Aprikosen
*1 Prise(n) Meersalz
*1 Prise(n) Vanille, optional

Küchenzubehör:

*Mixer

Zubereitung:

1. Das Kokosöl in einer Pfanne schmelzen und 50 g der Kokosraspeln dazugeben, diese im Öl auf niedriger Hitze unter Rühren etwas anbräunen lassen.
2. Nun beides zusammen mit den Aprikosen, dem Salz und der Vanille in einen geeigneten Mixer geben und das Ganze zu einer formbaren Masse verarbeiten.
3. Die Masse kurz kaltstellen und dann zu Kugeln formen, in den restlichen Kokosraspeln wälzen und kalt servieren.
4. Himmlisch genießen.

(Quelle: http://www.paleo360.de)

 

(Kleine Anmerkung: Paleo ist die Kurzform für den Zeitraum des Paläolithikums, der Altsteinzeit. Diese Ernährungsform orientiert sich demnach an der ursprünglichen Ernährung der Jäger und Sammler. Die Grundlage bilden also Lebensmittel, die in ähnlicher Form während der etwa 2,5 Millionen Jahre langen Evolution des Menschen verfügbar waren. Hierzu zählen Gemüse, Fleisch und Fisch, Obst, Eier, Nüsse und Samen und gesunde Fette. Auf Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, stark verarbeitete pflanzliche Fette sowie Zucker und künstliche Zusatzstoffe wird verzichtet.
Paleo ist ein Ernährungskonzept, das mit unseren Genen im Einklang ist. Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen etc. entstehen meist durch eine Ernährungsweise mit westlichem Hintergrund.
Ich selbst ernähre mich seit ca. einem halben Jahr nach Paleo. Natürlich ist es nicht immer zu 100% möglich, sich danach zu ernähren, gerade wenn man viel unterwegs ist. Anfangs erntet man komische Blicke, wenn man die Wurst ohne Brötchen bestellt, aber daran gewöhnt man sich. 😉 Außerdem gibt es ein Cheat-Meal in der Woche, da sind schon auch mal Nudeln erlaubt. Viele fragen mich, ob mir nicht etwas fehlt. Aber ich muss ehrlich sagen, zum einen ist es reine Gewöhnungssache, zum anderen gibt es echt viele klasse Alternativen und super Paleo-Rezepte, die man einfach und kostengünstig nachkochen kann. So gibt es zum Beispiel öfter in der Woche mal Pizza mit einem Mandelboden (ja, das schmeckt wirklich!).Es muss nicht immer teuer sein, auch wenn bei Paleo enorm auf die Lebensmittelqualität geachtet wird. Seit der Ernährungsumstellung fühle ich mich deutlich fitter, wacher, konzentrierter und motivierter, was mich antreibt diese Form der Ernährung beizubehalten.)

 

Italialadys Aprikosen-Smoothie von Mel

Für 2 Portionen braucht man:

300 g Aprikosen

1 Banane

1 Birne

1 El Honig

Eis, gestoßenes Crushed Ice

je nach Belieben entweder Aprikosensaft oder Mineralwasser

Zubereitung

Die Aprikosen häuten, indem man sie mit heißem Wasser übergießt, etwas wartet, dann abschreckt und die Haut abzieht. Danach halbieren und die Steine entfernen. Die Birne waschen und das Kerngehäuse herausschneiden. Die Schale kann man dran lassen, man sie aber auch schälen.

Beides mit der geschälten Banane und dem Honig pürieren. Nun das Crushed Ice und, wenn man den Smoothie etwas verdünnen möchte, etwas Mineralwasser oder Aprikosensaft hinzufügen und nochmals kurz durchmixen. Fertig!

Die Zubereitungszeit beträgt ca. 10 Minuten

(Quelle: Chefkoch.de)

 

Vegane Aprikosen-Mandel-Muffins von Sonja

Für die Muffinform (12er):
12 Papierbackförmchen

All-in-Teig:
100 g getrocknete Aprikosen
200 g Weizenmehl
1 Pck. Dr. Oetker Original Backin
100 g Zucker
1 Pck. Dr. Oetker Bourbon Vanille-Zucker
1 Pck. Orange-Back
125 ml Speiseöl, z. B. Sonnenblumenöl
250 ml Sojadrink ungesüßt
75 g Dr. Oetker gesplitterte Mandeln
Zum Bestreuen:
25 g Dr. Oetker gesplitterte Mandeln
Zubereitung

Vorbereiten:
Aprikosen in kleine Stückchen schneiden. Die Mulden der Muffinform mit Papierbackförmchen auslegen. Backofen vorheizen.
Ober-/Unterhitze: etwa 180°C

Heißluft: etwa 160°C

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All-in-Teig:
Mehl mit Backin in einer Rührschüssel mischen. Zucker, Vanille-Zucker und Orange-Back hinzufügen und mit einem Mixer (Rührstäbe) oder Schneebesen kurz vermischen. Nach und nach Öl und Sojadrink hinzufügen und alles kurz zu einem glatten Teig verrühren. Zum Schluss Aprikosen und Mandeln unterrühren. Teig gleichmäßig auf die Mulden verteilen. Mandeln aufstreuen. Muffinform auf dem Rost in den Backofen schieben.
Einschub: Mitte

Backzeit: etwa 25 Min.

Muffins aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

(Quelle: Dr. Oetker.de)

 

Viel Spaß beim Nachkochen und Nachbacken!!! 🙂

 

Gewinnspiel

Hast Du unser Lösungswort erraten? Dann schicke es per Mail an info@buchreisender.de mit dem Betreff ‚Aprikosenküsse‘.

Gewinn

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1 signiertes Print-Exemplar

 

Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel:

  • Die Teilnahme an dem Gewinnspiel ist ab einem Alter von 18 Jahren möglich. Falls Du unter 18 Jahre alt sein solltest, ist eine Teilnahme nur mit Erlaubnis des Erziehungs-/Sorgeberichtigten möglich.
  • Der Versand der Gewinne erfolgt nur innerhalb Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei der Rechtsweg hier ausgeschlossen ist. Für den Postversand wird keinerlei Haftung übernommen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist leider nicht möglich.
    Als Teilnehmer erklärt man sich einverstanden, dass die Adresse an die Autorin/ an den Autor oder an den Verlag im Gewinnfall übersendet werden darf und man als Gewinner öffentlich genannt werden darf.
  • Jede teilnahmeberechtigte Person darf einmal pro Tag an dem Gewinnspiel teilnehmen.
  • Mehrfachbewerbungen durch verschiedene Vornamen, Nachnamen, Emailadressen oder einem Pseudonym sind unzulässig und werden bei der Auslosung ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel wird von buchreisender.de organisiert.
  • Das Gewinnspiel wird von Facebook nicht unterstützt und steht in keiner Verbindung zu Facebook.
  • Das Gewinnspiel endet am 23.03.2016 um 23:59 Uhr.

 

 Blogtourfahrplan

18.03 Buchvorstellung mit Leseprobe bei Sandra
19.03 Die Toskana Land, Leute & Essen bei Sonja
20.03 Protagonistenvorstellung bei Tamara
21.03 Foodjournalismus & Restaurantkritiker bei mir 🙂
22.03 Autorenvorstellung mit Interview bei Bettina
23.03 Aprikosen -Rezepte Alle Blogs
24.03 Gewinnerbekanntgabe auf allen Blogs

 

 

Rezension zu „Sterbegeld“ von Judith Winter

Was lange währt wird endlich gut. Ich habe meinen ersten Kriminalroman hinter mir! Ob es mir gefallen hat oder ob ich das Genre zukünftig eher wieder vernachlässige??

Lest selbst 🙂

 

„Überzeugungen sind oft die gefährlichsten Feinde der Wahrheit.“ Friedrich Nietzsche

„Ying dan fei yáng qún jí – Adler fliegen allein, Schafe gehen in Herden“, (S. 296, Judith Winter – Sterbegeld)

Es ist der 10. November 2014. Um 19.46 Uhr geht bei der Polizeieinsatzzentrale in Frankfurt der Anruf eines kleinen Jungen ein. Völlig verängstigt bittet er um Hilfe, gibt die Adresse von Zuhause durch und bekommt gerade die Empfehlung, sich unter seinem Bett zu verstecken, als es in der Leitung knackt. Die Polizeibeamten kommen zu spät. Der Junge und seine Familie wurden kaltblütig ermordet. Acht Monate später wird Thorsten Mohr, Polizeibeamter der Abteilung für Kapitaldelikte der Zentralen Kriminaldirektion Frankfurt am Main, bei einer Razzia getötet. Kurz vor seinem Tod scheint dieser die vorgeschriebene Schutzweste abgelegt zu haben. Alles deutet auf eine undichte Stelle innerhalb der eigenen Reihen hin. Zur selben Zeit tauchen neue Beweise im Fall der ermordeten Familie Svensson auf, weshalb die Untersuchungen wieder aufgenommen werden. Besteht etwa ein Zusammenhang?

Mit ihrem Kriminalroman „Sterbegeld“ hat Judith Winter meine Nerven ganz schön herausgefordert. Wer mich kennt weiß, dass dieses Genre nicht meine Vorzüge genießt. Ich muss sogar gestehen, es war mein erster Kriminalroman und er hat mich vollkommen gefesselt!

Emilia Capelli und Mai Zhou haben die beneidenswerte Aufgabe bekommen, den Fall um die vierköpfige Familie wieder aufzurollen, aufgewirbelt durch den Mord an einem Kollegen. Damit verbunden werden sie von der internen Revision beauftragt, ein „schwarzes Schaf“ innerhalb der Sondereinsatzgruppe „Calibri“, der der ermordete Kollege angehört hatte, ausfindig zu machen. Letzteres ist insbesondere Capelli zuwider, da sie viele der Kollegen jahrelang kennt, zusammen mit ihnen ausgebildet wurde und sich dadurch die ein oder andere Freundschaft entwickelt hat. Dieser Fall kann also nur mit bitteren Enttäuschungen enden. Auf die genauen Geschehnisse und Ermittlungen möchte ich hier gar nicht näher eingehen, da ich schnell Gefahr laufen würde, zu viel zu verraten. Man bekommt einen sehr guten Einblick in die Arbeit der Ermittlerinnen und fängt schnell an zu kombinieren. War ich anfangs noch der Meinung, der richtige Täter sei dingfest gemacht, wandelte sich diese Auffassung spätestens nach der Befragung im Hause Welsch. Bereits nach wenigen ersten Kapiteln schleusen sich immer wieder neue Figuren wie z.B. Iris Molder, die Frau mit den vielen Identitäten, oder Jonah der Straßenjunge und Ex-Junkie, in die Geschichte ein, die später ein wichtiger Bestandteil des Großen und Ganzen werden. Gegen Ende hin präsentiert Zhou dem Staatsanwalt dann eine ihrer Theorien zum Mordfall der Familie Svensson. Im Anschluss daran wird der Fall um den ermordeten Thorsten Mohr aufgeklärt, der es mit Verhören samt Verfolgungsjagd in sich hat und in einer Schießerei seinen Höhepunkt findet.

Fazit: Dieser Roman hat viel Spannung zu bieten und das nicht nur in der ersten Szene, in der man den Mord an der vierköpfigen Familie hautnah miterlebt! Ich saß des Öfteren fassungslos auf dem Sofa und war völlig verwirrt, über die Wendepunkte innerhalb der Geschichte. Die Charaktere sind lebendig veranschaulicht, der gesunde Perspektivenwechsel führt dazu, dass man ganz in der Situation ist und die Szene hautnah miterleben und nachempfinden kann. Was mir allerdings viel zu kurz kam, war die Auflösung des Svensson Falles. Mai Zhou präsentiert dem Staatsanwalt (übrigens Capellis Ex-Freund, was eine tolle Note in das Geschehen gebracht hat 😉 ) ihre Theorie, die sie bis dato nicht einschlägig beweisen kann und plötzlich wird über den Fall kein Wort mehr verloren, weshalb man davon ausgehen muss, dass dies nun des Rätsels Lösung sein muss. Spannung verliert der Krimi dadurch keinesfalls, denn immerhin ist noch nicht klar, wer denn nun die undichte Stelle in den eigenen Reihen ist. Charmant wird der Roman mit einer persönlichen Note der beiden Ermittlerinnen abgerundet was mir sehr gut gefallen hat. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und mir so manche Zitterpartie unter der Bettdecke beschert – ich gebe es zu. Aber genau das sollte ein Krimi meiner Einschätzung nach auch bewirken. Die einzelnen Kapitel haben klassisch mit Datum, Ort- und Zeitangabe begonnen, was einen an polizeiliche Berichte erinnert und bereits ein gewisses mulmiges Gefühl erzeugt. Judith Winter benutzt für meine Begriffe vermehrt Fremdwörter, was manchen Stellen das schnelle Lesen entzogen hat. Alles in allem trotz kleiner Ecken und Kanten ein richtig gutes Buch zum Mitfiebern! Mit Lösung und doch irgendwie offen gelassen, regt der Roman zum Nachdenken an und beschert intensive Lesestunden. Definitive Kaufempfehlung!

 

Kleine Anmerkung der Redaktion: Nach dem ich den Krimi gelesen habe und die beiden Ermittlerinnen Capelli und Zhou gar nicht gehen lassen wollte, weil sie mir so ans Herz gewachsen sind, habe ich festgestellt, dass Judith Winter noch zwei weitere Bände geschrieben hat (1.Band: „Sieben Schön“, 2. Band: „Lotusblut“). Eventuell ja auch etwas für euch?! So, ich bestelle dann mal die Bücher…. 😀

Leseindruck zu „Du hättest es wissen können“ von Jean Hanff Korelitz

Heute habe ich mich mal wieder bei den neuen Titeln auf vorablesen.de umgeschaut und ein Buch entdeckt, das meine ganze Aufmerksamkeit bekommen hat. Also habe ich direkt einen Leseeindruck verfasst und bin schon jetzt auf Dienstag gespannt! Hiiier also mein Leseeindruck für euch. Drückt mir die Daumen, dann könnt ihr vielleicht schon bald eine neue Rezension von mir lesen. 😉

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Grace Reinhardt Sachs ist Paartherapeutin und hat einen Beziehungsratgeber mit dem Titel „Du hättest es wissen können“ geschrieben, der nun kurz vor der Veröffentlichung steht. Sie glaubt das perfekte Leben zu leben. Ihr Mann ist ein renommierter Kinderarzt, der Sohn geht auf eine Privatschule. Als die Mutter eines Mitschülers ermordet wird, kann Grace ihren Mann nicht erreichen. Und in diesem Moment beginnt sie das erste Mal zu begreifen, dass sie selbst es hätte wissen können. Und vielleicht hat sie sich selbst auch nur etwas vorgemacht…

In der Leseprobe erlebt man das Interview der Vogue-Redakteurin Rebecca Wynne mit Grace über ihren Ratgeber. Es ist fast als stünde man neben den beiden in dem kleinen Therapieraum und säße ebenfalls auf der Couch. Denn so wie Grace Rebecca antwortet und ihre Ansichten des Romans vertritt, fühlt man sich bereits als würde man soeben selbst therapiert. Sehr direkt und klar formuliert sie was sie denkt. Über gescheiterte Beziehungen und gescheiterte Ehen, bei denen man schon von vornherein – wäre man nur ehrlich genug zu sich selbt gewesen – hätte wissen können, dass diese nicht funktionierten. Unumwunden und unverblühmt spricht sie diese Thematik an.
Am eindrucksvollsten finde ich Grace’s Vergleich auf Seite 22: „Ich meine, was machen wir da? Wir probieren zwanzig Paar Schuhe an, bevor wir welche kaufen. Wir lesen Berichte von völlig fremden Leuten, bevor wir uns entscheiden, wer unseren Teppich verlegt. Aber wir schalten unseren Dummheiten-Detektor aus und schlagen unsere unvoreingenommenen Eindrücke in den Wind, weil wir jemand anziehend finden oder weil er sich für uns zu interessieren scheint. Er könnte auch ein Plakat hochhalten, auf dem steht: Ich werde dir dein Geld abknöpfen, deine Freundinnen anbaggern und dich ohne Hilfe und Unterstützung zurücklassen, und wir fänden noch immer einen Weg, zu vergessen, dass wir das alles gewusst haben. Wir werden einen Weg finden, es nicht wissen zu wollen.“ Genau das trifft es schon ziemlich genau auf den Punkt. Spannend wird es, wenn man durch den Klappentext bereits weiß, in die Geschichte wird ein Mord mit eingebaut. Hier kann ich mir noch nichts Genaues vorstellen, man erfährt in der Leseprobe rein gar nichts dazu. Das macht sehr neugierig. Mich würde auch interessieren, welchen Wahrheiten Grace in ihrem eigenen Leben dann entgegen treten muss, wo doch vorher alles so perfekt erschien. Allgemein gilt heutzutage ja auch die stillschweigende Annahme, Therapeut würde man nur werden, wenn man selbst einen Therapeuten brauchte, um Dinge zu verarbeiten oder zu verstehen, die einem bis dato im Leben zugestoßen sind. Ob das wohl auf Grace zutrifft? Dabei wirkt sie so stark, so unerschrocken, direkt, ehrlich, präzise und überaus klug.

Das Cover zum Buch gefällt mir sehr gut. Ein roter runder Kreis um den sich alles dreht und darin die unvermeidbare, nackte Wahrheit „Du hättest es wissen können“ in einem wolkenverhangenen Himmel über einer Stadt die vernebelt und grau daherkommt und vermutlich fast niemals schläft. Sehr passend zur Geschichte oder zumindest dem, was ich bisher lesen durfte. Auch der Titel birgt vieles in sich. Zweifel, Angst, Vorwürfe gegenüber sich selbst. Wahnsinnig spannend und ich würde zu gerne wissen, wie es mit Grace und ihrem Leben weiter geht.

Hinweis zum Leserpreis 2015

Der Leserpreis 2015 ist der größte von Lesern vergebene Buchpreis im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr wird er bereits zum siebten Mal vergeben.

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Hierbei geht es nicht um Bestsellerlisten oder gute Kritiken, die ein Buch etwa durch eine Fachjury bekommt. Alleine wir Leser bestimmen hier, welche Bücher uns in diesem Jahr in ihren Bann gezogen haben und wirklich lesenswert sind.

Bis zum 12. November können in den folgenden Kategorien bis zu drei Bücher nominiert werden:

Zur Auswahl stehen alle Bücher, die im Zeitraum vom 1.11.2014 bis 31.10.2015 erstmalig veröffentlicht wurden. Jeder Titel kann nur in einer der Hauptkategorien nominiert werden sowie zusätzlich in mehreren Sonderkategorien.

JEDE NOMINIERUNG ZÄHLT!

Aus allen Nominierungen wird eine Liste mit den am häufigsten nominierten Büchern erstellt. Pro Kategorie kommen 25 Bücher auf die Liste. Ab dem 16. November startet dann die Abstimmung, bis zum 24. November könnt ihr darüber abstimmen, welche Bücher den Leserpreis erhalten. Auch hier habt ihr für jede Kategorie wieder 3 Stimmen.

Die Gewinner werden am 26. November bekannt gegeben.

STIMMT JETZT FÜR EURE LIEBSTEN BÜCHER AB!

Viel Spaß 🙂

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