Next Stop…

… Frankfurt Fair. Ääähhh nee! In der Bahn hängen geblieben. Falsches Drehbuch…

Iiiich hab mir heute mal meinen SUB (Stapel ungelesener Bücher) zu Gemüte geführt – keine Angst, die Bücher, die ihr auf dem Bild seht, stellen nur einen minimalen Teil meines SUB dar. 😉 Diese hier sind dieses Mal in die engere Auswahl gekommen, als es um den nächsten Zwischenstopp auf meiner Lesereise ging. Es ist mir sehr schwer gefallen mich für mein nächstes Buch zu entscheiden, gerade wenn man bedenkt, dass Anna Todds erster Band ihrer After-Reihe darunter ist, mit dem ich schon seit Wochen liebäugele. Das Rennen hat schlussendlich dann abeeeer *trommelwirbel* …. der erste Band „Selection“ von Kiera Cass gemacht! Annas Schmöcker ist mir aktuell dann doch ein klitzekleines bisschen zu fett 😅🙈 Warum ausgerechnet „Selection“? Keine Ahnung warum… war so ein Gefühl. Die Geschichte hat mich gekriegt und ich will herausfinden, ob ich mir zu Weihnachten die folgenden Teile 2-4 wünschen sollte oder eher nicht.

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Und so gaaaanz nebenbei bemerkt: mit meinen tollen neuen Lesezeichen kann überhaupt gar nichts schief gehen, egal für welches Buch man sich entscheidet.

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I’m soooooo in love with ‚em!!! ❤ Entdeckt bei Thalia für unschlagbare 2,95€. 🙂

Genug gequatscht, ich verzieh mich mit meinem neuen book of love ins Bettchen. Habt einen lesereichen Abend, ihr Lieben.

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Hinweis zum Leserpreis 2015

Der Leserpreis 2015 ist der größte von Lesern vergebene Buchpreis im deutschsprachigen Raum. In diesem Jahr wird er bereits zum siebten Mal vergeben.

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Hierbei geht es nicht um Bestsellerlisten oder gute Kritiken, die ein Buch etwa durch eine Fachjury bekommt. Alleine wir Leser bestimmen hier, welche Bücher uns in diesem Jahr in ihren Bann gezogen haben und wirklich lesenswert sind.

Bis zum 12. November können in den folgenden Kategorien bis zu drei Bücher nominiert werden:

Zur Auswahl stehen alle Bücher, die im Zeitraum vom 1.11.2014 bis 31.10.2015 erstmalig veröffentlicht wurden. Jeder Titel kann nur in einer der Hauptkategorien nominiert werden sowie zusätzlich in mehreren Sonderkategorien.

JEDE NOMINIERUNG ZÄHLT!

Aus allen Nominierungen wird eine Liste mit den am häufigsten nominierten Büchern erstellt. Pro Kategorie kommen 25 Bücher auf die Liste. Ab dem 16. November startet dann die Abstimmung, bis zum 24. November könnt ihr darüber abstimmen, welche Bücher den Leserpreis erhalten. Auch hier habt ihr für jede Kategorie wieder 3 Stimmen.

Die Gewinner werden am 26. November bekannt gegeben.

STIMMT JETZT FÜR EURE LIEBSTEN BÜCHER AB!

Viel Spaß 🙂

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Rezension zu „Das fremde Meer“ von Katharina Hartwell

„Das Leben ist ein raues, ein stürmisches, ein gefährliches, ein unendlich weites, ein wildes, viele Geheimnisse und viele Gefahren und viele Riffe beherbergendes Meer. Und es gibt nicht viele milde Tage, und es gibt so viele Möglichkeiten, Schiffbruch zu erleiden. […] Und es ist eine Kunst, eine Herausforderung, eine unbedingte Notwendigkeit, jeden Tag und immer wieder aufs Neue nicht unterzugehen,“ (S. 556, Katharina Hartwell – Das fremde Meer).

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In ihrem Roman ‚Das fremde Meer‘ erzählt Katharina Hartwell die Geschichte zweier Menschen, die das Leben zusammengeführt hat. Zehn Kapitel, eine Liebe.

Jan stolpert regelrecht in Maries Leben. Bevor Marie Jan kennen lernt, glaubt sie, dass sie niemand retten kann. Die Außenseiterin, eher ruhig und zurückhaltend, ängstlich und verzweifelt, wer sollte sie schon retten wollen? Sie glaubt, dass Katastrophen immer nur die treffen, die nicht auf sie vorbereitet sind. Darum rechnet sie stets mit dem Schlimmsten. Jan scheint so völlig anders zu sein als sie. Von ihm fühlt sie sich gefunden, mit ihm teilt sie Geheimnisse, stille Stunden und wache Nächte. Natürlich vertraut sie nicht darauf, dass alles bleibt wie es ist, denn sie weiß: »man kann alles trennen, teilen und spalten, sogar ein Atom«.

Kein Buch, was ich bisher gelesen habe, war so facettenreich und magisch erzählt, wie dieses. Eine Geschichte in zehn unterschiedlichen Stilen und Genren geschrieben, vom Märchen, über einen historischen Roman bis hin zu einer Fantasy Reise. Dieses Buch lässt sich in keine Schublade stecken. Anfangs begreift man überhaupt nicht, wie die zehn Geschichten miteinander verbunden sind, doch am Ende fügt sich alles.

Ich kann Marie verstehen. Wie oft ging es mir selbst schon so, dass ich einen Glückszustand oder Momente, in denen alles in Ordnung ist, nicht genießen konnte. Irgendwo hat sich doch mit Sicherheit ein Haken versteckt, ich muss etwas übersehen haben, warum sollte ausgerechnet ich so viel Glück haben? Ständig alles in Frage zu stellen ist nahezu wie ein Zwang, um sich selbst zu schützen. Doch geht das überhaupt? Glücklich und zufrieden wird man so eher nicht. In Jan findet Marie einen Menschen, der sie mit anderen Augen sieht. Der ihre Ängste begreift und ihr Halt gibt, den ihr Elternhaus ihr nicht vermittelt hat und der ihr in ihrem Leben fehlt. Doch selbst vor dem Moment in dem sie ihn kennenlernt, als er aus dem Paternoster auf sie fällt, weil sie ihn gerettet hat, hat sie Angst. Und dabei bemerkt sie erst gar nicht, dass auch er sie gerettet hat.

Den ganzen Roman hindurch, ist in jeder einzelnen Geschichte das Mädchen die Heldin, die Retterin und nicht die zu Rettende. Mir gefällt das Spiel der unterschiedlichen Genre sehr gut. Dadurch kommen nicht zuletzt die Charakterzüge der Hauptfiguren sehr deutlich ans Licht. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten mich ganz auf den Roman einzulassen und zwischendurch musste ich das Buch für einige Wochen beiseitelegen. Nachdem ich nun die letzten Seiten gelesen habe, kann ich sagen, ich habe es nicht bereut. Das Ende ist so überraschend traurig und schön zugleich und es fügt sich alles, was vorher Rätsel aufgeworfen hat. Der Roman verdeutlicht, was Worte zu bewegen vermögen. Und wie viel Gewicht ein Wort oder ein Satz haben, uns gleichzeitig aber auch etwas Leichtes geben kann. Das Ende ist vollkommen offen, denn vielleicht ist es nicht das Ende. Und vielleicht kann man doch nicht alles trennen, teilen und spalten wie ein Atom. Immerhin gibt es auch noch so etwas wie die Atombindung. Eine Bindung, die alles fest zusammen hält und sich wie ein rotes Band durch unser Leben zieht.

Rezension zu „Nur einen Horizont entfernt“ von Lori Nelson Spielman

Ich habe lange nichts mehr von mir hören lassen….gelobe Besserung!!!! Hier meine Rezension zu Lori Nelson Spielmans Roman „Nur einen Horizont entfernt“.

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„Verzeihen heißt, einen Gefangenen zu befreien und zu entdecken, dass man selbst der Gefangene war.“ Lewis B. Smedes
„Lerne, mit der Ungewissheit zu leben! Nur törichte Menschen lassen sich von falscher Sicherheit trösten“, (S. 338, Lori Nelson Spielman – Nur einen Horizont entfernt)
In ihrem Roman ‚Nur einen Horizont entfernt‘ greift Lori Nelson Spielman ein allgegenwärtiges Thema auf: Vergebung.
Hannah Farr ist TV-Moderatorin in New Orleans. Eines Tages erhält sie einen Brief ihrer alten Schulfreundin, dem zwei kleine Steine und eine Anleitung beiliegen. ‚Ein Stein symbolisiert die Last des Zorns, der andere steht für die Last der Reue. Beides kann Dir genommen werden, wenn Du bereit bist, Dich davon zu trennen‘, steht auf dem kleinen Zettel. Ein Stein soll als Zeichen der Vergebung zurück gesendet, der zweite an jemanden geschickt werden, den man selbst um Verzeihung bitten möchte. Hannah muss nicht lange überlegen um zu wissen, dass sie ihre Mutter um Verzeihung bitten würde. Aber Hannah weiß, was es bedeutet, diesen Schritt zu gehen. Sie müsste ihre gesamte Vergangenheit noch einmal aufarbeiten. Und sie ahnt, dass das ihr Leben komplett auf den Kopf stellen wird. Aber mit der Wucht des Aufpralls hat sie nicht gerechnet…
Eigentlich ist Hannahs Leben gut so wie es ist. Eigentlich. Und eigentlich macht ihr Job ihr Spaß. Eigentlich. Wären da nicht Stuart und Priscille, ihre Chefs, die ihr ständig Vorträge über zu schlechte Quoten halten, aber im Gegenzug jeden ihrer Verbesserungsvorschläge ablehnen. Eigentlich kann sie sich keinen besseren Mann als Michael, den stadtbekannten Bürgermeister, an ihrer Seite vorstellen. Eigentlich. Sie wartet schon ewig auf seinen Heiratsantrag, aber es tut sich nichts. Von seiner Tochter Amy, der Kratzbürste, ganz zu schweigen. Und dann wäre da noch der Bruch zwischen ihr und ihrer Mutter samt ihrer Vergangenheit in Michigan, den sie scheinbar nie so ganz überwunden hat.
Durch die Versöhnungssteine, die ihre Freundin ihr zuschickt, gerät Hannahs Welt ordentlich ins Wanken und so manch wahres Gesicht offenbart sich ihr. Aber erst als sie sich zu sich selbst bekennt und für das einsteht, was ihr wichtig ist, wendet sich das Blatt.
Ich glaube wir alle haben irgendwie ein bisschen von Hannah in uns. Jeder schaut früher oder später auf sein Leben zurück und hinterfragt getroffene Entscheidungen. Die Autorin greift das Thema sehr schön verpackt in der Geschichte um die Versöhnungssteine auf. Sie verdeutlichen die Schritte die ein Mensch tun muss, um inneren Frieden und ein besseres Miteinander zu schaffen. Ich kann mich gut in Hannah hineinversetzen und ich denke so eine Phase durchlebt jeder von uns. Eigentlich ist alles ganz okay, bis man feststellt, dass man eigentlich etwas ganz anderes will. Aber wie soll man wissen, das man es will, wenn man es vorher gar nicht gekannt hat oder dachte, das was man hat ist das Ultimative? Der Roman hat mich sehr nachdenklich gestimmt und die vielen weisen Worte haben mir etwas mitgegeben. So auch das oben genannte Zitat  „Lerne, mit der Ungewissheit zu leben! Nur törichte Menschen lassen sich von falscher Sicherheit trösten.“
Ganz oft im Leben suchen wir nach Sicherheit und etwas das ohne Zweifel ist, Beständigkeit und etwas das uns hält. Jedoch halten wir dadurch viel zu oft an Dingen fest, die nicht richtig für uns sind oder täuschen uns somit über die unverfrorene Wahrheit hinweg. Dabei ist es ganz oft die Ausrichtung unserer Gedanken, die derselben verfahrenen Situation eine völlig neue Richtung geben können.
Verzeihen kostet Zeit. Und etwas Wertvolleres kann ein Mensch nicht geben. Warum nicht auch sich selbst Zeit geben um zu verstehen? Um zu verstehen, wer man wirklich ist. Und wohin man will. Denn jeder Weg, so lang er auch sein mag, ist es wert, gegangen zu werden. Am Ende wird alles gut. Und solange es nicht gut ist, ist es auch nicht das Ende.