Rezension zu „Das Jahr, in dem ich dich traf“ von Cecelia Ahern

Diesen Monat las ich ein für den Frühling wahnsinnig passendes Buch. Wunderschön und daher 5 Wölkchen für Cecelias Roman. Hier meine Bewertung 🙂

„Ich habe gelernt, dass wir niemals wirklich stillstehen und dass unsere Reise niemals zu Ende sein wird, denn wir entwickeln uns unablässig weiter – genau wie die Raupe, die sich, als sie dachte, alles sei vorbei, in einen Schmetterling verwandelte.“ (S. 382 aus ‚Das Jahr, in dem ich dich traf‘ von Cecelia Ahern)

Das gesamte Leben der jungen Jasmine ist hauptsächlich auf ihren Job fixiert. Sie berät Leute, die vorhaben ein eigenes Unternehmen zu gründen. Die Sache mit der Selbstständigkeit – also „selbst“ und „ständig“ – nimmt sie wortwörtlich. Der Erfolg scheint ihr zunächst Recht zu geben. Bis sie von heute auf morgen von ihrem Unternehmenspartner freigestellt wird, mit der Auflage, ein ganzes Jahr auch bei keiner Konkurrenzfirma arbeiten zu dürfen. Spätestens da merkt Jasmine, dass Erfolg nicht alles ist. Aber sie hat ja noch ihre Schwester Heather. Und dann ist da noch ihr Nachbar Matt, der alkoholabhängige Radiomoderator, dessen Familie gerade zu zerbrechen scheint. Auch Matt weiß nicht so recht, wie er aus seinem Schlamassel wieder herauskommen soll. Wie das Leben so spielt, treffen die beiden aufeinander, ausgerechnet an Silvester! Und dann beginnt ein Jahr voller Überraschungen und Veränderungen.

Für mich waren die Romane der jungen Autorin Cecelia Ahern schon immer nicht nur einfach standartmäßige Liebesromane. Gerade in „Das Jahr, in dem ich dich traf“ ist nichts so wirklich vorhersehbar, wie es auf den ersten Blick zu sein scheint. Cecelia Ahern hat eine Art zu schreiben, die mich nicht vergessen lässt. Es war mir nahezu unmöglich, die Charaktere mit der letzten Seite einfach so ziehen zu lassen.

Die Erzählperspektive hat mich im ersten Moment etwas irritiert. Zwar wird die Geschichte aus der Sicht von Jasmine erzählt, allerdings spricht sie ihren Nachbarn Matt indirekt direkt an, z.B. „Ich bin keine Stalkerin, aber Sie machen es mir echt schwer, Sie nicht zu beobachten“ (S. 29). Des Weiteren ist der Sprachstil oftmals „floral“ gehalten, da Jasmine sich das Gärtnern zum Hobby gemacht hat. Es ist schön zu lesen, wie sie gleichzeitig mit ihrem Garten aufblüht und alles wächst und gedeiht. Daraus kann sie sehr viel für sich und ihre persönliche Situation ziehen. Generell sind die Orte und die Begegnungen mit Menschen sehr überlegt, bunt und detailliert umschrieben und zwischen den Zeilen findet sich oftmals eine kleine Lebensweisheit. In die Hauptfiguren kann man sich sehr gut hineinversetzen und sich mit dem ein oder anderen Charakterzug identifizieren.

Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen und Cecelia Ahern hat es wie gewohnt geschafft, mich voll und ganz in ihre Geschichte zu ziehen. Wie bereits erwähnt fiel es mir wirklich etwas schwer, Jasmine, Matt, Heather, Monday und den lieben Dr. J. mit den letzten Seiten einfach so gehen zu lassen. Schade, dass es schon vorbei ist. 😉 Die Autorin ist die Lesestunden immer wieder wert. Ich bin verzaubert und fasziniert. Unbedingte Empfehlung passend zum Frühling!!!